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Die Kultur im Arbeitsumfeld ändert sich. Das Arbeitsumfeld wird zu einem Bereich, der die Arbeitnehmer*innen dazu ermutigt, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten. Die Rivalität zwischen Mitarbeiter*innen beeinträchtigt die Ergebnisse Ihres Unternehmens. Sehr viel sinnvoller ist es, eine freundlichere und achtsamere Kultur einzuführen, die auf geteilten Ideen beruht.

Worum geht es bei der Wissensaustauschkultur?

Wissensaustauschkultur

Jedes Unternehmen hat eine Unternehmenskultur. Sie besteht aus den Regeln und  Werten, die die Standards für ihre Mitglieder und – im Falle eines Arbeitgebers – ihre Mitarbeiter*innen festlegen und ihr Verhalten bestimmen.
Bei einer Wissensaustauschkultur ist die Zusammenarbeit der Mitarbeiter*innen der Normalzustand. Das Arbeitsumfeld ist positiv und von den Teammitgliedern wird erwartet, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Die Zusammenarbeit und die Gelegenheiten zum geselligen Miteinander während des Arbeitstages ermutigen die Mitarbeiter*innen, sich besser kennen zu lernen.

In einem solchen Umfeld, das eine offene Kommunikation fördert, wird Wissen auf horizontaler Ebene zwischen den Teammitgliedern ausgetauscht, aber auch vertikal zwischen den Führungskräften und den Angestellten. Die Mitarbeiter*innen werden um ihr Feedback an die Firmenleitung gebeten und können dieser Fragen zu ihren Entscheidungen stellen.
Das Wissen wird auch mit anderen Abteilungen des Unternehmens und anderen Akteuren der Industrie geteilt. Dank fortschrittlicher Technologien können die Menschen sehr einfach zusammenarbeiten und Informationen austauschen.

Warum ist eine Wissensaustauschkultur so wichtig?

Wissensaustauschkultur

Wie in der obigen Definition der Wissensaustauschkultur beschrieben, ist einer der wichtigsten Vorteile dieses Ansatzes die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden. Sie betrachten sich als Kolleg*innen, und nicht als Konkurrent*innen. Ein solches Arbeitsumfeld fördert das Engagement der Mitarbeitenden, entwickelt das Gruppenwissen und unterstützt die Bildung einer starken Unternehmenskultur. Sie bietet auch die folgenden Vorteile:

  • Die Mitarbeiter*innen fühlen sich in ihrem Arbeitsumfeld auf psychologischer Ebene sicher. Gemäß Amy Hudson von der Harvard Business School ist ein psychologisch sicheres Arbeitsumfeld ein Bereich, „in dem Menschen nicht verängstigt sind und nicht versuchen, ihre Fehler zu vertuschen, damit sie nicht in Verlegenheit gebracht oder bedrängt werden“. Wenn Mitarbeiter*innen davon ausgehen, dass sie keine negativen Folgen zu fürchten haben, können sie auch offen zugeben, etwas nicht zu wissen. Ihre Vorgesetzten und Kolleg*innen können ihnen dann helfen, diese Lücken zu füllen.
  • Sie hält Mitarbeiter*innen davon ab, Wissen zu horten. Wenn eine wichtiger Mitarbeiter*in die Firma verlässt, nimmt sie auch ihr gesamtes Wissen mit. Bei einer starken Wissensaustauschkultur jedoch wurden alle Informationen bereits über diverse Kanäle innerhalb des Unternehmens verbreitet, sodass aktuelle und zukünftige Mitarbeiter*innen sie nutzen können – auch nach dem Ausscheiden der besagten Person.
  • Allgemeine Produktivitätssteigerung. Der Hauptvorteil der Wissensaustauschkultur ist die damit verbundene Produktivitätssteigerung des Arbeitsumfelds. Die Mitarbeiter*innen arbeiten und teilen ihr Wissen uneingeschränkt miteinander. Sie geraten weniger leicht in Verzug mit ihrer Arbeit, weil sie kreativ denken. Das kann zu neuen Lösungen für alte Herausforderungen oder neuen Produkten führen, die den Erfolg Ihres Unternehmens sicherstellen. Es geht dabei einfach nur um eine Möglichkeit, intelligenter zu arbeiten.

Wie wird eine Wissensaustauschkultur gebildet?

Wissensaustauschkultur

1. Richten Sie eine Strategie der offenen Tür ein.

Eine offene Kommunikation im Unternehmen erfordert Vertrauen. Ihre Mitarbeiter*innen sollten wissen, dass sie jedem im Unternehmen ihre Fragen vorlegen und jederzeit die gewünschten Informationen erhalten können. Sie sollten wissen, dass sie ihrem Ruf nicht schaden, wenn sie Fragen stellen oder zugeben, etwas nicht zu wissen.
Sie bieten damit anderen im Unternehmen die Gelegenheit, ihr Wissen zu teilen und der Fragesteller*in Wissen zu vermitteln, statt sie zu demütigen. Wenn die Fragesteller*in Unterstützung und Verständnis erfährt, wird auch sie ihr Wissen eher teilen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

2. Richten Sie eine Wissensaustauschplattform ein.

Verlieren Sie und Ihre Mitarbeiter*innen viel wertvolle Zeit bei der Suche nach wichtigen Informationen? Sind die Suche nach Kontakten oder die Pflege Ihres elektronischen Terminkalenders frustrierend? Haben Sie Probleme, Inhalte mit Ihrem Team zu teilen?
Dann sollten Sie das Wissensmanagementsystem prüfen, das Sie benutzen. Mit dem richtigen Programm können Sie die Funktionen rationalisieren, die Sie täglich verwenden. Eine Cloud-basierte Wissensaustauschplattform verbessert die Austauschkultur und sorgt für Ordnung in Ihren Dateien, Ordnern, E-Mails und Terminkalendern. Sie vereinfacht auch die Zusammenarbeit mit Ihrem Team und das Teilen von Inhalten und Projekten, unabhängig davon, ob Ihre Mitarbeiter*innen vor Ort oder extern arbeiten.

3. Fördern Sie aktiv den Wissensaustausch.

Die Zeiten, als von Angestellten erwartet wurde, dass sie den ganzen Tag über ihrem Schreibtisch hocken, sind vorbei. Das heutige Arbeitsumfeld erfordert Zusammenarbeit. Nicht jede*r fühlt sich wohl dabei, sein Wissen zu teilen. Sie müssen also da anfangen, wo sich die Entwicklung Ihrer Mitarbeitenden gerade befindet.

  • Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen Zeit, miteinander zusammen zu arbeiten. Manche sind sofort bereit, ihre Ideen zu teilen, und Sie sollten dieses Verhalten fördern.
  • Teilen Sie regelmäßig Inhalte mit Ihren Mitarbeiter*innen. Das Teilen von Inhalten von der Führungsebene nach unten ist wichtig, damit Ihre Mitarbeiter*innen sich davon überzeugen können, dass die Unternehmensleitung den Zusammenarbeitsgedanken vorlebt und eine Wissensaustauschkultur verbreitet.

4. Belohnen Sie Mitarbeiter*innen, die Wissen teilen.

Da Sie wissen, dass eine Wissensaustauschkultur nicht für alle selbstverständlich ist, sollten Sie Ihren Mitarbeiter*innen einen Anreiz zum Teilen ihres Wissens oder relevanter, online gefundener Inhalte mit ihrem jeweiligen Team geben.

  • Bieten Sie allen, die sich über einen bestimmten Zeitraum beteiligen, eine Belohnung an. Wenn Sie sich für diese Option entscheiden, sollten alle Beteiligten ein kleines Geschenk erhalten, zum Beispiel einen Geschenkgutschein für ein Café.
  • Eine andere Möglichkeit ist eine Auslosung unter allen Beteiligten nach einem festgelegten Zeitraum. In dem Fall kann der Zeitraum länger sein (ein oder zwei Monate), damit Ihre Mitarbeiter*innen Zeit haben, mehr Wissen zu teilen (und ihre Gewinnchancen zu verbessern). Damit die Verlosung mehr Spaß macht, können Sie kleine Lose wie Kaffeetassen, Rucksäcke oder T-Shirts sowie ein großes Los, zum Beispiel einen Fernseher oder einen Gartengrill, verlosen.
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5. Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen zu verstehen, dass Fehler in Ordnung sind.

Um ein Umfeld einzurichten, in dem Mitarbeiter*innen ihre Ideen offen teilen und zusammenarbeiten, ohne Wissen zurückzuhalten, müssen sie verstehen, dass Fehler normal sind. Fehler sind die Grundlage, auf der Menschen lernen.

Wenn der CEO und die Führungskräfte ihre Zeit damit verbringen, nur erfolgreiche Unternehmensmethoden zu besprechen, können ihre Mitarbeiter*innen den Eindruck gewinnen, dass Fehler nicht zulässig sind oder verhindern, dass Ziele erreicht werden. Stattdessen sollten Sie verschiedene Geschichten teilen, sowohl Erfolge als auch Pleiten und Pannen, bei denen etwas nicht wie geplant funktioniert hat. Fokussieren Sie sich auf das, was das Unternehmen und das Team aus Fehlern lernen können, um voranzukommen.

6. Teilen Sie jeder neuen Mitarbeiter*in eine Mentor*in zu.

Für Ihr Unternehmen ist das Anwerben von erstklassigen Talenten eine Priorität. Sie können dabei jedoch viel Zeit verlieren, wenn der Neuzugang zu nervös ist, um das eigene Wissen und die eigenen Kenntnisse sofort mit anderen Mitarbeiter*innen zu teilen. Sie möchten, dass sich neue Mitarbeitende sofort in Ihrem Unternehmen wohl und geschätzt fühlt.
Eine Mentor*in ist jemand, an den eine neue Mitarbeiter*in sich jederzeit mit ihren Fragen und Problemen wenden kann. Diese Person ist nicht die direkte Vorgesetzte Ihrer neuen Mitarbeiter*in. Dadurch vermeiden Sie eventuelle Bedenken bezüglich der Beurteilung ihres Verhaltens auf Seiten der neuen Mitarbeiter*in. Die Mentor*in geht mit gutem Beispiel voran und ermutigt die neue Mitarbeiter*in dazu, offen zu sein und sich sofort zu beteiligen.

7. Erlauben Sie Ihren Neuzugängen, Ihre Mitarbeiter*innen auf Schritt und Tritt zu begleiten.

Finden Sie jemanden, der gut mit den anderen Teammitgliedern zusammenarbeiten und Wissen austauschen kann. Sorgen Sie dafür, dass der bzw. die „Neue“ ihn ein paar Tage überall hin begleiten kann. Wenn Ihre neue Mitarbeiter*in sieht, wie eine erfahrene Kolleg*in den Austausch mit den anderen Angestellten handhabt, wird er oder sie sich sehr viel wohler dabei fühlen, einen ähnlichen Arbeitsstil anzunehmen.
Das Ziel ist, Ihre neuen Mitarbeiter*innen dazu zu ermutigen, ihre Gedanken zu teilen, ohne dabei dem respektvollen Umgang mit ihren Kolleg*innen, den Zulieferern, Vertreter*innen anderer Unternehmen usw. Abbruch zu tun. Die Äußerung der eigenen Meinung sollte nie dazu führen, dass jemand anders sich nicht mehr traut, seine eigenen Gedanken zu teilen.

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8. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter*innen direkt um ihren Input.

Der einfachste Weg, um zu erfahren, was Ihre Angestellten und Kolleg*innen denken, ist sie direkt zu fragen. Sie können nicht davon ausgehen, dass sie nicht über wertvolle Kenntnisse oder Ideen verfügen, weil sie neu im Unternehmen sind oder keine zehn Jahre Erfahrung in Ihrem Sektor haben. Es ist immer sinnvoll, mehrere Meinungen einzuholen und Feedback von Ihren Kolleg*innen zu erhalten. Es kann sich zu Beginn seltsam anfühlen, aber mit der Zeit legen Fragen oder das Geben von Feedback den Grundstein zu einem kollaborativen Netzwerk, das allen Beteiligten Vorteile bietet. 

9. Planen Sie einige soziale Events für Ihre Mitarbeiter*innen.

Nur arbeiten, ohne sich zu entspannen, ist ungesund. Planen Sie einige Events, an denen Ihre Mitarbeiter*innen nach Feierabend oder an gelegentlichen Wochenenden teilnehmen können. Das bietet Ihren Mitarbeiter*innen tolle Möglichkeiten, unter entspannten Bedingungen Zeit miteinander zu verbringen. In diesem Umfeld können sie sich besser kennenlernen – insbesondere wenn Sie die Regel einrichten, dass niemand während der ersten Stunde über seine Arbeit reden darf!
Achten Sie bei der Wahl der Events darauf, dass jede*r an den Tätigkeiten teilnehmen kann. Vermeiden Sie solche Aktivitäten, die besondere Geschicklichkeit oder körperliche Fähigkeiten erfordern. Ein Picknick im Park kann sinnvoller sein, als ein Unternehmensfußballspiel.

10. Seien Sie geduldig mit Ihren Mitarbeiter*innen.

Wenn Sie eine Wissensaustauschkultur als neue Strategie in Ihrem Unternehmen implementieren, brauchen Ihre Mitarbeiter*innen Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Sie haben eventuell in anderen Umfeldern gearbeitet, in denen Aggressivität und Konkurrenzverhalten höher eingestuft wurden, als die Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel.
Menschen, die andere Arbeitsweisen gewöhnt sind, müssen ihre Denkweise darüber, wie Kolleg*innen miteinander umgehen sollten, erst anpassen. Die neue Methode des Wissensaustauschs und der Zusammenarbeit dürfte mittel- bis langfristig als wesentlich stressfreier empfunden werden, als die Kolleg*innen im Unternehmen als potentielle Gegner*innen betrachten zu müssen.

Sie haben die Vorteile der Wissensaustauschkultur erkannt und hier einige Empfehlungen für den Anfang gefunden. Diese freundlichere und behutsamere Kultur in Ihrem Unternehmen kann ein sehr effizientes Mittel zur Implementierung Ihrer Ziele sein.

Autor des Beitrags:

Sebastien Ricard ist Mitbegründer und CEO von LumApps. Er leitet den Bereich digitale Lösung für die Kommunikation am Arbeitsplatz. Um mehr darüber zu erfahren, wie LumApps Ihnen helfen kann, Ihre interne Kommunikation zu optimieren und zu verbessern, kontaktieren Sie uns noch heute oder sehen Sie sich eine Demo an.

 

Artikelbilder: Unsplash 

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