Das Thema Diversity wird von Kommunikationsverantwortlichen in erster Linie auf sprachliche Aspekte und die Geschlechterfrage projiziert, zeigt ein aktuelles Studienergebnis aus dem Trendmonitor Interne Kommunikation 2022. In der DRPG Talkrunde Bitesize Live @INKOMETA Days 2022 in Kooperation mit SCM und BEYOND standen kontroverse Fragestellungen zur Diskussion:

  • Ist inklusive Sprache Schlüssel oder Hindernis für das Erreichen echter Vielfalt?
  • Gendern: Sprachliche Gleichstellung oder Betonung von Unterschieden, wo eigentlich keine sein sollten?
  • Stellt gendergerechte Sprache eine zusätzliche Hürde für die interkulturelle Verständigung dar?
  • Diversity bedeutet u.a. Internationalität – also auch verschiedene Zugänge zum Thema Gendern? Wie stehen andere Länder dazu?
  • Wie sensibilisieren Unternehmen für ein positives Verständnis von Vielfalt und Inklusion?
  • Diversität in der Praxis – Hübsches Etikett oder gelebte Praxis?
  • Rolle der internen Kommunikation – Treiber oder Getriebene der Diversitäts- und Gender-Debatte?

Mit dabei waren:

  • Caroline Nöppert, Deutsche Bahn, Leiterin Interne Kommunikation
  • Ikbal Hatihan, Roche, Corporate Communications Managerin
  • Daniel Elger de Castro Luís, Kaltwasser Kommunikation, Senior Berater
  • Dagmar Mackett, DRPG, Global Development Director 
  • Philipp Bahrt, SCM – School for Communication and Management, Chefredakteur BEYOND

„Sprache kann jemanden dazu holen oder auch ausgrenzen“, sagt Ikbal Hatihan. „Aus Organisationsperspektive geht es bei inklusiver Sprache nicht nur um eine Signalwirkung nach außen, etwa für neue Bewerber*innen. Es geht auch darum, ein Zugehörigkeitsgefühl für die gesamte Belegschaft zu schaffen.“

Daniel Elger de Castro Luís hingegen ist der Überzeugung, dass zwar Gedanken die Sprache verändern können, dies aber ein natürlicher Prozess sein müsse. „Das funktioniert nicht top-down, mit missionarischem Eifer“, erklärt er. „Für mich nimmt das Gendern eine viel zu dominante Position ein, wenn es um Diversität geht. Die Gleichstellung von Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit mentalen Problemen beispielsweise sind für mich wichtigere Themen als die Frage, ob wir einen Doppelpunkt setzen.“

Alle weiteren „Streitpunkte“ und Argumente lassen sich bequem in der Aufzeichnung des Diskussions-Panels vom 15. September in Berlin nachhören.

Über das unten stehende Formular können Sie die Aufzeichnung jetzt kostenlos anfordern. Sie erhalten diese direkt nach Absenden des Formulars. 

Zur Video-Aufzeichnung: