Die Firma HIRSCHTEC präsentierte am 27. Juni 2017 in Hamburg Studienergebnisse zur Frage, wie Mitarbeiter kommunizieren wollen. Die Intranet-Experten aus der Hansestadt hatten die repräsentative Studie mit dem Titel „Digitale Kommunikation in deutschen Unternehmen“ bei Kantar EMNID in Auftrag gegeben. Ziel der Befragung unter über 1000 Beschäftigten aus Unternehmen verschiedener Größen und verschiedener Branchen war es, herauszufinden, welche Tools und Formate Mitarbeiter für ihre Kommunikation präferieren. Die Ergebnisse geben spannende Impulse für Kommunikatoren.

  • Die persönliche Kommunikation bleibt unangefochten die wichtigste Größe der internen Kommunikation: 81% der Befragten finden das persönliche Gespräch produktiver als den digitalen Austausch.
  • Die E-Mail behauptet sich als verbindendes Medium über alle Altersgruppen hinweg, schafft es aber nicht alle Bildungsschichten gleichermaßen anzusprechen. Im Schnitt würden 45% aller Befragten die E-Mail häufig oder sehr häufig zum direkten Austausch mit ihren Kollegen einsetzen. Bei Beschäftigten mit Abitur oder Hochschulabschluss gaben sogar 63% diese Antwort, während es bei Beschäftigten mit Volks- oder Hauptschulabschluss lediglich 24% waren.
  • Chat-Funktionen binden im Vergleich zur E-Mail verstärkt untere Bildungsschichten in die Kommunikation mit ein. Hier zeigt sich über alle Bildungsschichten hinweg eine Akzeptanz von ca. 30%. Darüber hinaus verbindet der Chat insbesondere die Generation Y (14-29 Jahre) und die Silversurfer (60+ Jahre).
  • Am häufigsten würden die Befragten zum Telefon greifen, um mit den Kollegen zu kommunizieren. Je nach Bildungsstand präferieren 56-68% diesen Weg, im Schnitt sind es 63%.

Digitale Tools spielen vor allem bei der Anbahnung und Unterstützung persönlicher Kontakte ihre Stärken aus. Hier liegt das große Potenzial von Social Intranets. Sie treiben den persönlichen Austausch im Unternehmen voran, vereinfachen Kommunikation und sorgen so für zusätzliche Produktivität.

Vorreiter in Sachen digitaler Vernetzung sind in Deutschland derzeit Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Hier ist die Akzeptanz für digitalen Austausch besonders hoch. Energieunternehmen nutzen digitale Innovationen genauso wie Autohersteller, Tourismus-Unternehmen oder Stadtwerke zunehmend für den Austausch innerhalb des Unternehmens.

Schon lange sind überall dort digitale Tools im Einsatz, wo Mitarbeiter kommunizieren. Unternehmen haben den Wandel oftmals verschlafen. Beschäftigte suchten sich ihre eigenen Wege, um Kommunikation zu vereinfachen. Aufgabe der internen Kommunikation ist es heute, digitale Kommunikation in Bahnen zu lenken. Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, Kommunikationsstrukturen zu etablieren, die auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind.

Weitere Information zur Studie finden Sie direkt bei HIRSCHTEC.

 

Urheber Headerbild: HIRSCHTEC
Das Headerbild zeigt die Präsentation der Studie „Digitale Kommunikation in Unternehmen“ am 27. Juni in Hamburg.