„Die Festlegung von Zielen ist der erste Schritt zur Entwicklung einer Strategie“ Das klingt irgendwie vertraut? Wir sind sicher, dass Sie diesen Satz schon oft gesehen haben. Nicht etwa weil Sie diesen Artikel schon gelesen haben, sondern weil es sich um eine „Best Practice“ handelt und Ziele die Grundlage eines jeden Strategieentwicklungsprozesses sind.

Wovon hängen die internen Kommunikationsziele ab?

Interne Kommunikation Ziele

Zu Beginn eines jeden Jahres werden die für die interne Kommunikation verantwortlichen Abteilungen mit Fragen überhäuft, die für die Planung des kommenden Jahres zu berücksichtigen sind. Zu diesem Zeitpunkt müssen Schwerpunkte und spezielle Ziele vorhanden sein, die den Anforderungen und Bedürfnissen der zahlreichen Stakeholder gerecht werden.

Die internen Kommunikationsstrategien müssen konkret sein, damit sie durchführbar sind. Das kann sich als schwieriger erweisen, als es klingt, da unendlich viele Möglichkeiten und Bedürfnisse betrachtet werden müssen. Hinzu kommt, dass die internen Kommunikationsmethoden immer mehr auf digitale Lösungen zurückgreifen.

Wie also kann die interne Kommunikation Ziele bestimmen, die ihr bei der Lösung ihrer Aufgaben helfen? Fokussieren Sie sich auf die drei wichtigsten Faktoren von denen Ihre interne Kommunikationsstrategie abhängt:

Geschäftsziele – Sie möchten den Verkauf fördern oder die Markenbekanntheit verbessern, oder vielleicht die Kundenzufriedenheit steigern?
Ihre Mitarbeiter*innen – Sind Ihre Mitarbeitenden engagiert und motiviert? Wie können Sie Ihren Ansatz verbessern? Wie stark ist Ihre Unternehmenskultur?
Kommunikationswege – Wie verläuft die Kommunikation mit Ihren Mitarbeiter*innen? Per E-Mail, Textnachrichten, Newsletter, Intranet? Wo liegen die Schwachstellen Ihrer Kommunikation? Wie weit ist Ihre digitale Umwandlung fortgeschritten?

Wenn Sie alle diese Fragen beantwortet haben, wissen Sie genau, wo Sie hin möchten und was Sie erreichen wollen. Gründen Sie Ihre Kommunikationsziele auf Ihre Geschäftsziele, Ihre Vision und die Herausforderungen, die Sie ermittelt haben.

 

Bestimmen Sie SMARTe Kommunikationsziele

Interne Kommunikation Ziele

Die Auswahl geeigneter Ziele bestimmt die Organisation Ihres Team und seiner Arbeit. Sie bietet eine Struktur und Richtlinien für die Umsetzung Ihres internen Kommunikationsplans. Wenn Sie keine SMARTen Kommunikationsziele festlegen, werden Ihre Bemühungen voraussichtlich irgendwann im Laufe der Implementierung Ihres Plans nachlassen.

Bei der Festlegung von Zielen sollten Sie die folgenden Qualitäten berücksichtigen:

S – „Specific“ – Konkret

Ziele sollten so konkret wie möglich sein. Erstellen Sie ein klares Leitbild, das beschreibt, was Sie erreichen möchten. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen:

  • Welches ist Ihr Ziel?
  • Wie viel und wie oft?
  • Wo und wann?

M – „Measurable“ – Messbar

Ermitteln Sie den Ansatz und die Mittel zur Messung und Analyse Ihrer Ziele. Dies vereinfacht die Erhebung und den Vergleich von Feedback. Sie erhalten eine quantitative (oder qualitative) Vergleichsgrundlage für den nächsten Zeitabschnitt.

A – „Achievable“ – Erreichbar

Ziele sollten anspruchsvoll sein. Wichtig ist jedoch auch, dass sie erreichbar sind. Ziele können von vielen Variablen abhängen, aus denen Hindernisse werden können, die Ihr Ziel unerreichbar machen. Nehmen Sie sich die Zeit und prüfen Sie Ihre Ziele im Hinblick auf diese Faktoren. Sie werden eventuell einen zu engen Zeitrahmen feststellen oder eine Budgetbegrenzung, oder auch einen Mangel an Arbeitskräften.

R – „Relevant“

Ihre Ziele sollen relevant sein, oder anders ausgedrückt: realistisch. Wenn Ihr Geschäftsziel eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit fordert, ist die Neukundenwerbung vielleicht nicht die richtige Lösung. Vielleicht sollten Sie sich stattdessen auf die Verbesserung der Motivation und Produktivität Ihrer Mitarbeiter*innen konzentrieren, oder ihnen bessere Arbeitsbedingungen bieten.

Stellen Sie sicher, dass das Ziel für Sie sinnvoll ist und dass Sie nicht die gleichen Geschäftsziele verfolgen, wie die Verkaufs- bzw. Vertriebsabteilung. Ihre Ziele sollten realistisch und Ihren Ressourcen angemessen sein.

T – „Time-Bound“ – Zeitgebunden

Zeitrahmen sind unerlässlich für die Erreichung Ihrer Ziele. Fügen Sie einen konkreten Zeitraum für die Durchführung hinzu, damit Sie fokussiert und produktiv bleiben. Setzen Sie sich einen realistischen Zeitrahmen, da Ihr Team irgendwann das Interesse verliert, wenn Sie Ihre Ziele nicht erreichen.

Vergleich zwischen guten und schlechten internen Kommunikationszielen

Welche der folgenden Ziele sind SMART?

  • Bessere Mitarbeiterschulungen ab dem Jahreswechsel.
  • Die Anzahl Mitarbeiter*innen 2020 auf 500 erhöhen.
  • Die Nutzung des Intranets durch die Frontline-Mitarbeiter in der ersten Jahreshälfte von 2020 um 20% steigern.

Richtig! Es ist der dritte Punkt.

Beim ersten Punkt stellen wir fest, dass viele Angaben fehlen. Wie möchten Sie die Schulung verbessern? Welchen Bereich sollen die Schulungen betreffen? Das Ziel ist zu allgemein und umfasst keine Einzelheiten zur Implementierung. Außerdem, wenn die Durchführung erst zum Jahresanfang beginnt, wann und wie möchten Sie messen?

Das zweite Ziel scheint einfacher, entspricht aber mehr Punkten auf der SMART-Checkliste. Wir erfahren, dass Sie 2020 500 neue Mitarbeiter*innen einstellen möchten. Die Ergebnisse sind leicht zu messen und zu überprüfen. Es handelt sich um eine Aufgabe für HR und wir wissen, wann wir die Ergebnisse erwarten dürfen. Ist das Ziel aber erreichbar und realistisch? Für ein Unternehmen mit aktuell über 10.000 Mitarbeitenden ist das durchaus möglich. Das gilt aber nicht für eine Firma mit 1.000 Angestellten, da eine Zuwachsrate von 50% für die meisten Unternehmen nur schwer erreichbar ist. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Ziele auf eine anfängliche Geschäftslagenanalyse auszurichten.

Und was stellen wir bei dem letzten internen Kommunikationsziel fest? Eine messbare Steigerung von 20% ist im Hinblick auf die Intranet-Nutzung durch eine spezielle Mitarbeitergruppe in der ersten Jahreshälfte erforderlich. Die genaue Bezeichnung der Plattform und der konkreten Benutzergruppe für das Ziel weist auf die zu verwendenden Kommunikationswege hin. Dies sind die Mindestanforderungen zur Fokussierung der Initiativen. Auf den ersten Blick scheint das Ziel nicht relevant für die Geschäftsziele, aber in einem Unternehmen mit einem hohen Anteil Frontline-Mitarbeiter sind der Kontakt mit diesen Angestellten und deren Information sehr wichtig, da sie die ersten Ansprechpartner*innen der Kund*innen sind und auf diese Weise den Umsatz beeinflussen.

Trauen Sie sich und legen Sie die internen Kommunikationsziele fest, die die Leistung Ihres Unternehmens und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter*innen steigern werden!

Autor des Beitrags:

Olivier Chanoux ist CMO von LumApps. Er hilft erstklassigen Unternehmen, ihre IT-Umgebung zu überdenken, indem er das Cloud-Erlebnis bereichert. Um mehr darüber zu erfahren, wie LumApps Ihnen helfen kann, Ihre interne Kommunikation zu optimieren und zu verbessern, kontaktieren Sie uns noch heute oder sehen Sie sich eine Demo an.

 

Artikelbilder: Unsplash 

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