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Toolbox-Kolumne, Teil 13: Kurz und knapp – für mehr Aufmerksamkeit

Bild: Unsplash

Kolumne „Toolbox” von Ulrike Führmann

„Fasse Dich kurz!“ – dieses Post-it klebt seit der Corona-Pandemie an meinem Bildschirm. Es soll mich daran erinnern, dass im virtuellen Raum die Aufmerksamkeitsspanne noch geringer ist als im analogen Bereich. Wenn wir die Aufmerksamkeit unserer Bezugsgruppen also halten wollen, sollten wir schneller auf den Punkt kommen.

Gehen Sie doch in den nächsten Tagen Ihre Texte, Wort- und Videobeiträge oder Podcasts durch und überlegen Sie, wo Sie das nächste Mal kürzen können. Drei Anregungen habe ich Ihnen mitgebracht:

Anregung 1 – Kern bestimmen

Sind Sie sich im Klaren, welche Hauptbotschaft Sie mit dem Rede- oder Textbeitrag vermitteln wollen? Wie lautet die Hauptaussage im Podcast? Und haben Sie den Kern des Videobeitrags bestimmt? Oft kommen wir ins „Schwafeln“, weil wir nicht kurz und knapp sagen können, worum es geht.

Anregung 2 – Seien Sie geizig

Sobald Sie den Kern Ihrer Aussage(n) freigelegt haben, sollten Sie geizig werden. Streichen Sie alles, was überflüssig ist und Ihrer Bezugsgruppe unnötig Zeit kostet. Vermeiden Sie Füllworte in Texten. Streichen Sie Wiederholungen oder die eine oder andere Frage in Podcast-Interviews. Begrenzen Sie Ihre Wortanzahl in Texten oder Ihre Redezeit in Meetings. Und falls Sie mehrere Botschaften vermitteln wollen: Kürzen Sie auf drei Aussagen zusammen. Mehr lässt sich schlecht merken.

Anregung 3 – Mit Struktur arbeiten

Manchmal kommen wir nicht auf den Punkt, weil uns eine klare Struktur fehlt. Je nach Format und Inhalt kann sie anders aussehen. Eine einfache Variante ist: Einstieg, Hauptbotschaft, Schluss. Wählen Sie einen Einstieg, der Aufmerksamkeit und Interesse weckt. Vermitteln Sie dann Ihre Botschaft mit Hintergründen oder Argumenten. Und schließen Sie je nach Format und Kommunikationsziel mit einer Zusammenfassung, einem Fazit, einer Bitte oder einer Aufforderung ab.

Sicherlich haben Sie noch weitere Ideen. Oder ist es Ihnen zu mühsam? Dazu fällt mir das Zitat des Grandseigneurs des Journalismus, Wolf Schneider ein: „Einer muss sich plagen, der Schreiber oder der Leser“. Wenn Sie gehört oder gelesen werden wollen, überprüfen Sie sich kritisch und kommen Sie sich selbst auf die Schliche. Ihre Bezugsgruppen werden es Ihnen mit mehr Aufmerksamkeit danken.

Ulrike Führmann berät und begleitet Unternehmen und Organisationen auf ihrem Weg zu einer wirkungs- und sinnvollen internen Kommunikation, zur Veränderungs- und Teamkommunikation sowie zur Organisationskultur. Sie ist zertifizierte PR- und Change-Managerin, systemische Organisationsentwicklerin (SG) und systemische Supervisorin und Coach (DGSv/SG). Für den INKOMETA-Award für erfolgreiche interne Kommunikation sitzt sie in der Finaljury. Zusammen mit Klaus Schmidbauer hat sie die Praxisbücher „Interne Kommunikation mit Weitblick“ und „Wie kommt System in die interne Kommunikation?“ veröffentlicht. Regelmäßig schreibt sie auf ihrem IK-Blog zu Trends und Themen der internen Kommunikation.

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