44 % mehr Qualität dank ChatGPT: Was ein Praxistest in der Zentralbank zeigt

Eine neue Studie zeigt: Generative KI steigert die Qualität von Wissensarbeit massiv – und macht besonders Einsteiger*innen produktiver.
In einem Experiment mit 101 Mitarbeitenden der slowakischen Zentralbank führte der Zugang zu GPT-4o zu einer durchschnittlichen Qualitätssteigerung von 44 Prozent – bei gleichzeitig 20 Prozent kürzerer Bearbeitungszeit.
Die Teilnehmenden aus Abteilungen wie Geldpolitik, Forschung, IT, Aufsicht und Betrieb bearbeiteten zweistündige Aufgaben, teils mit und teils ohne KI-Unterstützung.
Zentrale Ergebnisse
Qualitätsschub: Im Schnitt 44 % bessere Ergebnisse, bei komplexen Aufgaben in Einzelfällen sogar eine Verdoppelung.
Effizienz: Aufgaben wurden rund 20 % schneller erledigt.
Besonders wertvoll für Einsteiger*innen: Weniger erfahrene Mitarbeitende steigerten ihre Qualität besonders stark.
Top-Performer*innen sparten Zeit: Erfahrene Mitarbeitende nutzten ChatGPT vor allem, um schneller zu arbeiten.
Team-Potenzial: Durch clevere Aufgabenverteilung könnte die Gesamtproduktivität zusätzlich um mehr als 7 % steigen.
Die Ergebnisse stammen aus einem Beitrag der Studienautoren Aleš Maršál und Patryk Perkowski auf VoxEU/CEPR, in dem sie die Feldstudie an der Nationalbank der Slowakei vorstellen.
Was das für die Interne Kommunikation bedeutet
- Qualität steigern: Auch weniger routinierte Autor*innen im Unternehmen können mit KI-Unterstützung Texte verfassen, die dem IK-Standard entsprechen.
- Effizienz gewinnen: Routineaufgaben wie Übersetzungen, FAQ-Texte oder Intranet-Meldungen lassen sich schneller erledigen – Zeit für Strategie und Storytelling wird frei.
- Teamleistung optimieren: Wenn KI den ersten Entwurf liefert, können IK-Teams ihre Energie stärker auf Feinschliff, Tonalität und strategische Einordnung konzentrieren.
- Akzeptanz fördern: Transparente Kommunikation über den KI-Einsatz baut Vorbehalte ab und zeigt, dass es nicht um Ersatz, sondern um Unterstützung geht.
