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Adaptionszeit statt Klickzahlen – Wirkung neu denken

Banner mit Katrin Schumann
Grafik: mit KI erstellt

Begleitend zu unserem Magazin-Schwerpunkt „Impact: Wie IK Strategie erlebbar und Erfolg messbar macht“ spricht Katrin Schumann, Head of People & Transformation Communication bei Infineon, darüber, worauf es bei der Erfolgsmessung ankommt – und wo auch die besten Methoden an ihre Grenzen stoßen.

Was wäre für dich ein überzeugender Nachweis dafür, dass interne Kommunikation tatsächlich zum Unternehmenserfolg beiträgt?
Insbesondere in Transformationsphasen kann interne Kommunikation einen enormen Beitrag dazu leisten, wie schnell Mitarbeitende eine Veränderung mittragen und ihr Verhalten entsprechend anpassen.
Eine kurze Adaptionszeit wäre für mich deshalb ein wirklich überzeugender Nachweis. Wenn es etwa darum geht, dass Mitarbeitende die Möglichkeiten von KI im Berufsalltag aktiv nutzen, kommt der Kommunikation eine klare Rolle zu: Informationen teilen, Ängste abbauen, Missverständnisse ausräumen.

Was muss bereits bei der Zieldefinition und Planung eines Kommunikationsprojekts geklärt werden, damit seine Wirkung später sinnvoll bewertet werden kann?
Wichtig ist, dass von Beginn an klar definiert ist, was genau das Ziel des Projekts ist und mit welchen KPIs die entsprechenden Ziele gemessen werden. Geht es z. B. um ein Transformationsprojekt und das Ziel ist eine Veränderung in der Kultur, müssen andere KPIs als bei einer reinen Informationskampagne angewendet werden. In einem solchen Fall würde man Mitarbeiter*innen eher regelmäßig zu ihrem Verhalten befragen und die Veränderung über eine vorab definierte Zeitspanne messen, anstatt sich auf den Erfolg einer Einzelmaßnahme zu konzentrieren.

Welche Kennzahlen und qualitativen Rückmeldungen sind für dich besonders aussagekräftig, wenn du Wirkung beurteilst – und wo stößt Wirkungsmessung an ihre Grenzen?
Wir konzentrieren uns auf eine gute Balance zwischen qualitativen und quantitativen Kennzahlen. Quantitativ messen wir einzelne Maßnahmen, die uns viel darüber verraten, wie gut oder schlecht Kampagnen aufgebaut sind und welche Maßnahmen bei Mitarbeiter*innen Wirkung erzielen. Wenn es um die Erfolgsmessung von Kampagnen geht, ziehen wir gerne die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen sowie die dazugehörigen Kommentare heran. Daraus gewinnen wir viele Informationen über deren Wirkungsweise.
Schlussendlich beurteilen wir aber immer die Inhalte der Mitarbeitenden, die bereit sind, sich zu engagieren, Feedback zu geben oder sich die Zeit nehmen, Artikel zu lesen oder Videos anzuschauen – hier stößt die Messung natürlich an ihre Grenzen.

Katrin Schumann bei den INKOMETA Days: Am 17. November spricht die Kommunikationsexpertin in Berlin darüber, wie Führungskräfte gezielt befähigt werden und als Teil eines starken internen Kommunikationsnetzwerks wirken können.

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