1. Was erwarten Sie von der Jury-Arbeit im Inkometa-Award?
Aus meiner Sicht ist das wichtigste, dass man Erfolge und Projekte mit anderen teilt, um so selbst durch Feedback zu wachsen und, um ggf. auch anderen eine kleine Inspiration zu geben.

Ich habe in den vergangenen Jahren bei Microsoft Deutschland operativ und strategisch alle Projekte der internen Kommunikation durchlebt und betreut, mich mit vielen internen Kommunikator*innen aus anderen Unternehmen, Agenturen vernetzt – ich bin aber immer noch nicht satt weiterhin von großartigen Projekten zu hören und das geht vermutlich fast nicht besser als über Award-Einreichungen in der Jury des Inkometa-Awards.

 

2. Was ist Ihnen bei Projekten aus der internen Kommunikation besonders wichtig?
Für mich ist besonders wichtig, dass Ansätze in der internen Kommunikation zielgruppengerecht gedacht werden und nicht immer eine One-Size-Fits-All-Lösung auf der Agenda steht, denn auch wenn Mitarbeitende eine Zielgruppe sind, gibt es aus meiner Sicht in Unternehmen so viele Unterzielgruppen. Um diese zu erreichen, braucht es immer verschiedene Ansätze. Und, da ich meine eigenen Projekte meistens mit einer Portion Humor zu bestücken versuche, gefallen mir kreative Ansätze natürlich auch sehr gut – auch, wenn das natürlich nicht immer möglich ist.

 

3. Auf welches eigene Projekt in der internen Kommunikation sind und/oder waren Sie besonders stolz?
Mein erstes großes Projekt war es, 2015 bei Microsoft Deutschland Yammer als ersten digitalen Newskanal für die interne Kommunikation zu integrieren und strategisch aufzubauen. Nach circa drei Jahren hatten wir auch eine hohe Akzeptanz, aber gerade durch die verstärkte digitale Kommunikation in Zeiten der COVID-Krise war zu sehen, wie sehr der Kanal wirklich bei fast allen Mitarbeitenden als erster Newskanal genutzt wird – und das macht natürlich stolz! Zudem ist da einfach die Entwicklung von „ich arbeite zu 50% an interner Kommunikation“ (2015) über „Interne Kommunikation wird immer wichtiger“ (2017) bis hin zu „jetzt gibt es ein kleines Employee Communications Team“ (2018).

 

4. Wo siehst du die interne Kommunikation in zehn Jahren (im Vergleich zu heute)?
Ich denke, dass sich interne Kommunikator*innen noch mehr in Richtung Berater*innen für das Geschäft entwickeln und Unternehmen viel mehr von ihren internen Erfolgen (und bestenfalls auch Misserfolgen) nach außen tragen werden. Das was viele bereits mit Employee Ambassadors tun, wird in zehn Jahren absolut normal und auf einem neuen Level sein. Dafür benötigt es definitiv die Beratung einer Kommunikationsabteilung!

Naja und technisch gesehen: Ich glaube, dass es absolut möglich ist, dass wir in Form von Hologrammen nebeneinander auf virtuellen Mitarbeitenden-Großveranstaltungen stehen und dadurch Transparenz und Schnelligkeit ein ganz neues Level erreichen. Ich glaube allerdings auch, dass die interne Kommunikation und die Einbindung von Emotionalität und Persönlichem dort unabdingbar ist.

Bianca Bauer ist seit August 2014 im Communications Team bei Microsoft Deutschland, sie betreut als Employee Communications Lead mit ihrem Team die Interne Kommunikation bei Microsoft Deutschland. Aktuelle Fokusthemen sind Change- und Krisenkommunikation, virtuelle Mitarbeiter*innenevents und das Thema Employee Advocacy.

Bianca Bauer