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Johanna Metzger: „Wandel braucht Zeit – häufig zeigen kleine Erfolge, dass aus Buzzwords echte Entwicklung wird.“

Johanna Metzger
Bild: privat

Johanna Metzger ist Internal Corporate Communication Manager bei der MEYLE AG und spricht gemeinsam mit ihrer Kollegin Anna-Maria Granegger auf der Tagung Interne Kommunikation darüber, wie Kulturwandel zwischen Tradition und Innovation gelingt. Wir haben ihr vorab drei Fragen gestellt.

Johanna, Tradition trifft auf Innovation – wo habt ihr bei MEYLE am meisten Widerstand gespürt, und was hat euch überrascht?
Der größte Einschnitt war der Wegfall unseres Claims „Drivers best friend“. Für viele stand er für das familiäre MEYLE Selbstverständnis, geprägt von unserem Gründer Wulf Gaertner. Für einige fühlte sich der Wegfall des Claims so an, als würde auch das Familiäre, Nahbare verloren gehen – was natürlich nicht der Fall ist. Diese Einordnung und Differenzierung zu vermitteln, war sicherlich eine der größten Herausforderungen im Veränderungsprozess. Positiv überrascht haben mich die starke Akzeptanz der neuen Markenfarben und des internen Slogans WE MOVE – auch bei langjährigen Mitarbeitenden.

Ihr habt eine neue Markenwelt etabliert. Was bedeutet das konkret für die interne Kommunikation – und wie merken Mitarbeitende davon etwas im Alltag?
Für die interne Kommunikation bedeutete die neue Markenwelt vor allem eines: sehr viel Übersetzungsarbeit. Wir mussten klar und konsistent erklären, warum dieser Schritt wichtig ist – für MEYLE als Unternehmen, aber auch für jede und jeden Einzelnen. Es ging darum, Zusammenhänge verständlich zu erklären und diesen Change sichtbar zu machen.
Im Alltag zeigt sich das für Mitarbeitende an vielen kleinen und großen Punkten: Ein neuer PowerPoint Master, ein komplett neu aufgesetztes Mitarbeitermagazin, neue Gestaltungselemente in Büros und Fluren.

New Work, Transformation, Wandel sind große Worte. Was braucht es aus deiner Sicht, damit daraus mehr wird als nur Buzzwords?
Es braucht Übersetzung, Transparenz und die Beantwortung der Fragen: Was heißt das für mein Team, meine Rolle, meine Verantwortung? Transformation entsteht durch Dialog, Beteiligung und das bewusste Zulassen von Lernkurven.
Dabei spielen Führungskräfte eine Schlüsselrolle: Sie müssen Orientierung geben, Veränderungen vorleben und Räume für Austausch schaffen. Und: Wandel braucht Zeit. Wir neigen dazu, Veränderungen zu schnell einzufordern oder frustriert zu sein, wenn wir keine Fortschritte sehen. Dabei sind es häufig die kleinen Erfolge, die zeigen, dass aus Buzzwords echte Entwicklung wird.

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