1. Was erwarten Sie von der Jury-Arbeit im Inkometa-Award? 

Die digitale Transformation in Unternehmen benötigt eine breite Beteiligung von Mitarbeiter*innen in allen Ebenen. Dies betrifft nicht nur die technischen Aspekte bezüglich der richtigen Plattformen, sondern auch die Art und Weise, wie sich Organisation und Zusammenarbeit verändern sollen, um mehr Selbstverantwortung, Agilität und Beweglichkeit zu fördern. Ich bin sehr gespannt auf die Bewerbungen und die unterschiedlichen Ansätze von Unternehmen, um sich von innen heraus fit für die Zukunft zu machen. Gleichzeitig bietet es auch uns die Möglichkeit unseren ganzheitlichen Ansatz der Analyse des Digital Workplaces zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Besonders freue ich mich über die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs mit den Kolleg*innen in der Jury.  

2. Was ist Ihnen bei Projekten aus der internen Kommunikation besonders wichtig?  

In Projekten zur Entwicklung der internen Kommunikation kommen unterschiedliche Disziplinen und Erwartungen zusammen. Auf der einen Seite sollen Inhalte möglichst überall, jederzeit und von allen erreichbar sein, andererseits sind Compliance-Anforderungen zu berücksichtigen. Mit welchen Formaten können die Mitarbeiter*innen am besten erreicht und zur Beteiligung motiviert werden? Diese Herausforderungen erfordern klare Zielsetzungen, die für alle transparent sind. Es braucht einen klaren Plan, der konsequent umgesetzt wird und Raum für die Beteiligung von Führungskräften und Mitarbeiter*innen bietet. 

3. Auf welches eigene Projekt in der internen Kommunikation sind oder waren Sie besonders stolz? 

Wir begleiten ein weltweit agierendes DAX Unternehmen dabei, die interne Kommunikation über viele unterschiedliche Plattformen hinweg ständig zu optimieren. Inhalte werden in unterschiedlichen Sprachen und Medien bereitgestellt und der Fokus liegt darauf, dass wirklich alle Mitarbeiter*innen versorgt werden. Besonders wichtig dabei ist die laufende Überprüfung, welche Regionen über welche Plattformen und über welche Medien am besten erreicht werden können. Die Transparenz darüber liefern wir mit Netmind Core direkt an die Redakteur*innen für ihren jeweiligen Aufgabenbereich, die damit ihren Content zielgerichtet ausspielen zu können.  

4. Sie sind Fachjury-Leiter der Kategorie „Strategie“. Was macht eine Kommunikationsstrategie aus Ihrer Sicht besonders innovativ? 

Ein ganzheitlicher Ansatz, der von Anfang an Technologie, Organisation & Kultur und Unternehmensziele im Fokus hat. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle: Wie digital ist die Strategie? Und ist eine Erfolgskontrolle von vornherein geplant? Es ist unglaublich wichtig genau zu wissen, wo man steht und ob das Potenzial auch wirklich ausgeschöpft wird. Wir können dabei jederzeit mit Erkenntnissen unterstützen, wie die Technologie funktioniert, in welcher Art und Weise die Unternehmensbereiche diese Möglichkeiten nutzen und sich beteiligen und wie schließlich Unternehmensziele erreicht werden.  

Siegfried Döring ist Geschäftsführer der Mindlab Solutions GmbH. Er hat das Unternehmen zum spezialisierten Workplace-Analytics-Anbieter mit Integration zu den führenden Intranet-, Collaborations- und Wissensplattformen entwickelt. Durch über 30 Jahre Berufserfahrung in Fach- und Führungspositionen besitzt er ein tiefgreifendes Verständnis für Unternehmensprozesse in Marketing, Vertrieb, IT und Organisation.

Siegfried Döring