Veränderungen brauchen immer starke Impulse gepaart mit einem Sinn und erfahrbarem Nutzen für die betroffenen Menschen. Das ist mittlerweile bekannt und wird gleichwohl in „normalen“ Zeiten gerne vernachlässigt.
Gerade in Digitalisierungsprojekten wird der Mensch noch zu oft vergessen, die Veränderungen werden kleingeredet und marginalisiert.

Die Pandemie und der Lockdown haben gezeigt, dass mobiles Arbeiten möglich ist. Innerhalb weniger Tage wurden sämtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt, die bisher ein flexibles Arbeiten verhindert haben. Plötzlich musste alles irgendwie digital gehen und irgendwie hat das auch geklappt. Aber eben nur irgendwie. Videokonferenzen mit Teams, Zoom und anderen Tools nutzen mittlerweile (fast) alle, beziehungsweise werden in immer mehr Organisationen wenigstens die technischen Voraussetzungen dafür gegeben.

 

Aber Digitalisierung ist vielmehr, als Video-Calls!

Es geht hier immer um den Dreiklang aus: Kultur, Prozesse und Technik.

Was meine ich damit?

Die Kultur des mobilen Arbeitens bedeutet z.B. mutig zu sein und Dinge auszuprobieren. „Wir alle sind Teil eines großen Experiments“ – so begrüße ich regelmäßig meine Teilnehmenden in Workshop oder anderen Remote-Veranstaltungen. In Unternehmen sind es besonders die Führungskräfte der mittleren Ebenen, die experimentierfreudig ihre Teams motivieren können, die Kameras zu nutzen, gemeinsam an Themen auf dem digitalen Whiteboard zu arbeiten oder einfach mal zu einem virtuellen Feierabend-Bier zusammenzukommen.

Kontrolle durch Anwesenheit geht nun nicht mehr und muss durch eine Vertrauenskultur ersetzt werden.

wird abgefragt...
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Digitale Prozesse machen Organisationen autark gegen den nächsten Lockdown. Mir ist schon klar, dass echte digitale Prozesse nicht für alle und jeden funktionieren – für „Wissensarbeitende“ aber eben schon.

Digitale Prozesse bedeuten allerdings nicht, dass wir im Intranet pdf-Dateien herunterladen und per Mail versenden, sondern hier geht es um echte digitale „end-to-end“ Prozesse, die keine Medienbrüche haben und somit von überall und idealerweise mit allen Endgeräten durchführbar sind.

Hier haben aus meiner Beobachtung heraus viele Organisationen einen großen Nachholbedarf, der unbedingt angegangen werden muss, um sich (endlich) von aufwändigen Vorgehensweisen zu trennen und in smarten Prozesswelten neu durchzustarten. Die gute Nachricht ist, dass es heute mit Microsoft 365 oder auch Jira sehr gute Plattformen für digitale Prozesse gibt, die meist ohne aufwändige Programmierung schnell eingesetzt werden können.

 

Die richtige Technik ist die Basis, ohne die alles nichts ist.

Moderne Arbeitswelten sind Cloud-basiert und alles, was ich benötige kann ich mit allen Endgeräten erledigen. Selbstverständlich DSGVO-konform und Compliance-gerecht. Was bedeutet das?

Hier müssen Organisationen radikal sein und konsequent auf Cloud-Ökosysteme, mobile Arbeitsgeräte wie Notebooks und Smartphones setzen. Jeder Mitarbeitende muss mobil sein können und darf nicht an technischen Hürden scheitern.

Ich erlebe immer wieder, dass es in Organisationen eine Zweiklassengesellschaft gibt, die aus mobilen und nicht-mobilen Menschen besteht.

 

Fazit

Sie merken es schon – in jeder Dimension von Kultur, Prozessen und Technik stecken massive Veränderungen, die die betroffenen Menschen verstehen, akzeptieren und für sich annehmen müssen, damit die Visionen und Ziele des digitalen Arbeitens auch wirklich und nachhaltig erreicht werden.

Wir arbeiten deshalb in unseren Digitalisierungsprojekten immer gemeinsam mit der IT, Personalabteilung, Unternehmenskommunikation und den Transformations-Teams daran, die Menschen mitzunehmen und für das neue und moderne arbeiten zu begeistern.

COVID-19 hat uns nämlich definitiv eines gelehrt: Es gibt keinen einzigen Grund, warum digitales Arbeiten in einer gesunden Mischung aus Remote und Präsenzarbeit nicht gelingen sollte, wenn die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.

 

Lassen Sie uns beim Digital Workplace Summit gemeinsam in den Austausch treten!

 

 

Gern möchte ich Sie an dieser Stelle auf unseren diesjährigen Digital Workplace Summit 2020 aufmerksam machen. Als Digitalkonferenz werden Ihnen vom 03. – 04. November über 30 Sessions mit Top-Speakern aus der Praxis und anerkannten Expert*innen geboten.

Am 05. November, dem abschließenden Seminartag, können Sie Ihr Wissen in acht verschiedenen Ganztagesangeboten vertiefen. In meiner Session “New Work 365 – Arbeiten in komischen Zeiten” möchte ich den Inhalt dieses Blogbeitrags nochmals aufgreifen und mit Ihnen in den Austausch treten. Was sind Ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie im Hinblick auf “neues oder anderes Arbeiten”?

Neben konkreten Einblicken in die Praxis, werde ich Ihnen außerdem Impulse über zukünftige Trends und Entwicklungen geben.

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme!

Autor des Beitrags:

Dirk Wippern beschäftigt sich seit 1996 mit Konzepten und Umsetzungen von modernen und digitalen Arbeitsumgebungen für Menschen in unterschiedlichen Rollen. Heute berät er Kunden bei der Strategie, Konzeption und Einführung von vernetzten und modernen Arbeitsplätzen. Schwerpunkt seiner Tätigkeit bei Communardo ist die Optimierung der internen und organisationsübergreifenden Zusammenarbeit und Kommunikation. Als Systemischer Business Coach begleitet Dirk Wippern Mitarbeiter und Führungskräfte in den Veränderungsprozessen, ohne die sich neue Arbeitsweisen nicht nachhaltig einführen lassen.

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