„Why software is eating the world“: Als Marc Andreessen dieses Diktum 2011 in einem Beitrag für das Wall Street Journal formulierte, klang es wie eine Drohung.

Und das aus gutem Grund: Schließlich ist es Software, die etablierte Rollen und Aufgaben im Unternehmen und ganze Geschäftsmodelle über den Haufen wirft („disruptiert“).

Software wird auch die interne Kommunikation künftig noch viel stärker prägen als bisher.

Die Frage lautet: Wird sie für die interne Kommunikation zum „Enabler“ oder zum „Killer“? Die interne Kommunikation wäre nicht der erste Mittler, der aus einem Geschäfts- bzw. Kommunikationsprozess herausfällt oder zumindest an Bedeutung verliert.

Das mag ketzerisch klingen angesichts der aktuell starken Digitalisierung der internen Kommunikation, etwa in Form von Social Intranets.

Doch Software in der internen Kommunikation ist weit mehr als Intranet und das Verbreiten von Inhalten über digitale Kanäle. Immer neue Anwendungen und Konzepte zwingen interne Kommunikatoren viel mehr dazu, sich stärker mit dem Thema auseinanderzusetzen. Einige große Player haben das bereits getan und ihre interne Kommunikation neu ausgerichtet – im Einklang mit der allgemeinen Transformation ihrer Unternehmen zu digitalen Organisationen.

Den meisten Verantwortlichen im Bereich interne Kommunikation steht dieser Prozess aber noch bevor. Dabei fällt es verständlicherweise schwer, das weite Feld der Digitalisierung zu fassen und in konkrete Strategien und Maßnahmen für die Software-gestützte interne Kommunikation zu übersetzen.

Das Dickicht ein Stück weit zu lichten, ist Ziel einer Round Table Session auf der nächsten SCM-Fachtagung Interne Kommunikation am 23. November in Düsseldorf. Eine erste Verortung der eigenen Position lässt sich allerdings schon heute vornehmen. Machen Sie dazu einfach folgenden Quick-Check.

Dr. Udo Kessler ist geschäftsführender Gesellschafter von Signum communication. In dieser Funktion berät der Politikwissenschaftler mittelständische und Großunternehmen zu Fragen der strategischen Ausrichtung und operativen Umsetzung der IK. Dabei bringt Dr. Kessler seine langjährige Erfahrung als Verantwortlicher auf Unternehmensseite und als Agenturvertreter ein.

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Udo Kessler