Frontline-Worker: 60 Prozent ohne mobile Mitarbeiter-App

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von HIRSCHTEC und Flip verweist auf eine digitale Lücke bei operativen Mitarbeitenden.
Digitale Tools gehören für viele Beschäftigte längst selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Für Mitarbeitende ohne festen PC-Arbeitsplatz sieht die Realität jedoch oft anders aus: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag von HIRSCHTEC und Flip geben 60 Prozent der Befragten an, dass es in ihrem Unternehmen keine firmeneigene mobile Mitarbeiter-App gibt. Gemeint sind Anwendungen, über die Mitarbeitende per Smartphone auf relevante Informationen, Funktionen und Prozesse zugreifen können – etwa Unternehmensnews, Chats, Schichtpläne, Urlaubsanträge, Zeiterfassung oder Schulungen.
Befragt wurden im März 2026 insgesamt 505 Arbeitnehmer*innen ohne Computerarbeitsplatz in Deutschland. Die Ergebnisse machen deutlich: In vielen Unternehmen besteht weiterhin eine digitale Lücke zwischen Beschäftigten mit und ohne PC-Zugang. Dabei wäre eine mobile Mitarbeiter-App für weit über die Hälfte der operativen Mitarbeitenden attraktiv. Nur knapp ein Drittel sieht dies nicht so.
Gewünscht sind einfache Zugänge
Besonders wichtig sind den Befragten einfache und praktische Funktionen: 85 Prozent nennen einen einfachen, sicheren Log-in und den direkten Zugriff auf alle wichtigen Tools und Funktionen als besonders relevant. Ebenfalls wichtig sind die Anzeige relevanter Informationen, die einfache Erledigung administrativer Aufgaben sowie eine intuitive Bedienung mit Fokus auf zentrale Kernfunktionen. Eine Mitarbeiter-App sollte demnach nicht zusätzliche Komplexität schaffen, sondern den Arbeitsalltag erleichtern und den Zugriff auf Informationen und Prozesse bündeln.
KI-Erfahrung ist ungleich verteilt
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigen sich Unterschiede. Zwar bewertet fast die Hälfte der Befragten ihre Erfahrungen mit KI-Anwendungen im beruflichen Umfeld als sehr oder eher gut. Gleichzeitig geben 38 Prozent an, bisher beruflich noch nicht mit KI gearbeitet zu haben. Besonders deutlich wird die Differenz zwischen den Altersgruppen: Während 64 Prozent der 18- bis 44-Jährigen sehr oder eher gute Erfahrungen mit KI gemacht haben, sind es bei den 45- bis 70-Jährigen 36 Prozent.
Digitale Teilhabe bleibt Aufgabe
Die Studie macht damit deutlich: Digitale Teilhabe bleibt für Frontline- und Non-Desk-Mitarbeitende eine zentrale Herausforderung. Mobile Anwendungen können ein wichtiger Baustein sein, um operative Teams besser zu erreichen, Prozesse zu vereinfachen und Zugang zu relevanten Informationen zu schaffen. Entscheidend ist jedoch, dass sie niedrigschwellig, sicher und alltagstauglich gestaltet sind.
Grundlage des Beitrags ist die YouGov-Befragung „Digitale Kommunikation & KI-Automatisierung für Frontline-Worker: Mobile Mitarbeiter-Apps 2026“ im Auftrag von HIRSCHTEC und Flip. Sie untersucht, wie Non-Desk-Worker mobile Mitarbeiter-Apps, digitale Kommunikation und KI im beruflichen Umfeld erleben.
