Scompler startet Marketplace für Integrationen

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Scompler baut seine Plattformlogik aus: Themen, Kanäle und Integrationen sollen künftig stärker miteinander verbunden werden./ Bild: Scompler

Mit dem neuen Hub baut Scompler seine Plattformlogik aus. Die Entwicklung zeigt: Für Kommunikationsteams wird entscheidend, wie gut Software bestehende Tools, Kanäle und Datenquellen verbindet.

Kommunikationsteams arbeiten heute selten in nur einem System. Redaktionsplanung, Social Media, Intranet, Employee App, Asset Management, Analytics, Microsoft 365, HR-Systeme oder Collaboration-Tools bilden in vielen Organisationen eine gewachsene Tool-Landschaft. Für Kommunikator*innen wird deshalb eine Frage immer wichtiger: Wie lassen sich Inhalte, Kanäle, Daten und Arbeitsprozesse so verbinden, dass Kommunikation nicht in einzelnen Systemen steckenbleibt?

Zentraler Hub für Integrationen

Scompler reagiert darauf mit einem eigenen Marketplace. Der neue Hub soll Integrationen und Erweiterungen an einem zentralen Ort sichtbar, aktivierbar und steuerbar machen. Nach Angaben des Unternehmens können Kommunikationsteams dort ihre angebundenen Anwendungen bündeln und die eigene Tool-Landschaft transparenter verwalten.

Zum Start umfasst der Marketplace nach Unternehmensangaben Integrationen in zentralen Bereichen der Kommunikationsarbeit – darunter Social Media, Asset Management, Content-Management-Systeme, Analytics sowie Employee-Experience-Plattformen. Genannt werden unter anderem LinkedIn, Instagram, Google Drive, SharePoint sowie spezialisierte DAM-Lösungen wie Frontify. Ergänzend startet Scompler ein Developer Portal, über das Partner, Kunden und Entwicklungsteams eigene Integrationen entwickeln oder in das Scompler-Ökosystem einbringen können.

Damit baut Scompler seine Plattformlogik weiter aus. Das Unternehmen positioniert sich nicht nur als Tool für Planung und Produktion, sondern als System, das Ziele, Botschaften, Themen, Kanäle und Teams miteinander verbinden soll. Der Marketplace erweitert diese Logik um die Frage, wie externe Anwendungen und Datenquellen in die Kommunikationsarbeit eingebunden werden können.

Scompler Marketplace
Der neue Scompler Marketplace bündelt Integrationen aus Bereichen wie Social Media, Asset Management, Analytics und Content Management an einem zentralen Ort. / Bild: Scompler

Teil einer größeren Marktentwicklung

Scompler steht mit diesem Ansatz nicht allein. Auch andere Anbieter im Umfeld von interner Kommunikation, Intranet, Employee Experience und Frontline-Kommunikation setzen auf Integrationen, Add-ons oder Marketplaces.

Staffbase bietet ebenfalls einen Marketplace und positioniert sich als Plattform für Mitarbeiterkommunikation über verschiedene Kanäle hinweg – etwa App, Intranet, E-Mail, SMS und Screens.

Haiilo verweist auf einen Marketplace, über den sich die Plattform mit vorkonfigurierten Plug-ins erweitern lässt.

Beekeeper betreibt ebenfalls einen Marketplace, der vor allem auf die Anbindung bestehender IT-Tools für Frontline-Organisationen ausgerichtet ist.

Die Unterschiede liegen weniger im Grundprinzip als in der jeweiligen Plattformlogik. Während einige Anbieter stärker aus Perspektiven wie Mitarbeiterkommunikation, Intranet, Employee App, Frontline-Kommunikation oder kanalübergreifender Ausspielung kommen, setzt Scompler den Schwerpunkt stärker auf strategische Kommunikationsplanung und -steuerung: Themen, Ziele, Kanäle, Teams und Auswertung sollen in einem gemeinsamen Arbeitsprozess zusammengeführt werden.

Integration wird zum Auswahlkriterium

Für Kommunikationsverantwortliche ist diese Entwicklung relevant, weil die Auswahl von Kommunikationssoftware zunehmend über Integrationsfähigkeit entschieden wird. Es geht nicht mehr nur darum, ob ein Tool einzelne Funktionen abdeckt. Entscheidend wird, wie gut Plattformen bestehende Systeme einbinden, Workflows vereinfachen, Daten nutzbar machen und Governance ermöglichen.

Der Scompler Marketplace ist damit weniger als isolierte Produktmeldung zu verstehen, sondern als weiterer Hinweis auf einen größeren Trend: Kommunikationsplattformen entwickeln sich zu vernetzten Arbeitsumgebungen. Für Kommunikationsteams kann das mehr Übersicht, weniger manuelle Schnittstellenarbeit und eine bessere Grundlage für kanalübergreifende Steuerung bedeuten – vorausgesetzt, die Integrationen passen tatsächlich zu den eigenen Prozessen und Systemen.


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